Wie ich zu meinem Doppelnamen kam

Wenn man mich fragt, wie ich heiße, ist meine Standardantwort: Christian Schubbert und zwar seit meiner Geburt. Daran änderte auch meine Heirat im Jahr 1998 nichts. Zwei Dickköpfe – zwei Nachnamen: Schubbert und von Hobe. 2005 wurde dann unser Sohn geboren, und wir mussten nach dem Namensrecht einen Nachnamen als Familiennamen festlegen. Ein Doppelname war rechtlich nicht möglich. Da immer noch niemand nachgeben wollte, haben wir zwei Paten unseres Sohnes würfeln lassen – und nach einer knappen Entscheidung hat von Hobe gewonnen.

 

Beim Standesamt gilt also der Name von Hobe als Familienname und ist der alleinige Nachname unseres Sohnes. Mir wurde die Möglichkeit aufgezeigt, einen Doppelnamen anzunehmen. Dies fand ich eine gute Lösung, damit ich immer sofort als der Vater meines Sohnes zu erkennen bin und keine Probleme z.B. an irgendwelchen Flughäfen bekomme. Daher änderte ich meinen Namen in Schubbert - von Hobe. Da Doppelnamen nicht immer vollständig geführt werden müssen, dachte ich, dass sich für mich nichts ändern würde.

 

Mit der Wahl zum Stadtverordneten 2008 wurde alles ganz anders. Die Stadt hat meinen Namen mit dem Einwohnerregister abgeglichen und veröffentlicht immer meinen Doppelnamen: Schubbert - von Hobe. Diesen Namen habe ich auch nach meiner Scheidung behalten. Es ging ja darum, dass ich denselben Nachnamen trage wie mein Sohn.

 

Lassen Sie sich also nicht verwirren. Ich höre auf beide Namen. Schubbert ist kürzer; auf dem Wahlzettel wird jedoch Schubbert - von Hobe stehen.